Bewerbungsanschreiben per ChatGPT

Aktueller Trendence HR-Monitor untersucht die Bereitschaft von Bewerber*innen künstliche Intelligenz für Bewerbungen zu nutzen

Bewerbungen per künstlicher Intelligenz werden zunehmend zur Option für Bewerber und Bewerberinnen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Trendence HR-Monitors, für den das Marktforschungsunternehmen Trendence bundesweit 4.061 Bewerbende befragte. Demnach können sich 40,1% der berufserfahrenen Befragten vorstellen, ihr Anschreiben mit Hilfe künstlicher Intelligenz, zum Beispiel mit ChatGPT, zu verfassen. Noch höher der Anteil bei Studierenden. Von diesen ist das für 45,6% eine denkbare Option hinsichtlich ihrer nächsten Bewerbung. Der hohe Anteil hat viel mit dem gesteigerten Bekanntheitsgrad von ChatGPT zu tun. Dieser stieg im Zeitraum von Januar bis Juni von 47,1% auf 83,3%. Etwas geringer fällt die Steigerung bei Fachkräften ohne akademische Ausbildung aus. Hier stieg die Bekanntheit im gleichen Zeitraum von 39,3% auf 56,1%.

„Die Einführung von ChatGPT war ein Durchbruch für die Nutzung künstlicher Intelligenz – ähnlich wie die Einführung des iPhone 2007 die mobile Internetnutzung in Gang brachte. Es ist daher nur folgerichtig, dass auch der Bewerbungsprozess in hohem Maße davon beeinflusst sein wird. Bewerber*innen werden zukünftig primär mithilfe künstlicher Intelligenz nach Jobs suchen, ihre Unterlagen von ChatGPT erstellen lassen und sich mithilfe geeigneter KI-Tools auf Job-Interviews vorbereiten“, erklärt Trendence-Geschäftsführer Robindro Ullah.

KI soll Recherche nach Informationen über Arbeitgeber übernehmen
Neben der Erstellung von Anschreiben steht aus Bewerbersicht vor allem die Recherche zu Arbeitgebern im Mittelpunkt, wenn es darum geht, wie Tools auf Basis künstlicher Intelligenz ihre Jobsuche erleichtern können. So können sich 45,8% der befragten Beschäftigten vorstellen über diesen Weg Stellenanzeigen zu suchen. 39,3% würden mithilfe entsprechender Tools Arbeitgeberinformationen zu filtern und ein Drittel der Befragten (33,5%) würden unter Einbezug von künstlicher Intelligenz Arbeitgeberbewertungen auf kununu & Co analysieren. Ausschließen mochten dagegen nur 9,1% der Befragten die Nutzung von KI im Bewerbungsprozess.

Umgekehrt wäre es aus Sicht eines Teils der befragten Kandidat*innen auch in Ordnung, wenn Arbeitgeber auf KI-Tools im Bewerbungsprozess zurückgreifen. Allerdings bewegt sich die Zustimmung diesbezüglich unter der 40-Prozent-Marke. So wären zum Beispiel 39,6% der Bewerber*innen damit einverstanden, wenn Unternehmen automatisierte Antworten per künstlicher Intelligenz verfassen. Weitere 39,1% können sich Terminvereinbarungen über diesen Weg gut vorstellen. Weniger hoch im Kurs steht dagegen die Integration von KI-Technik in Jobinterviews. Das befürworten nur 14,1% der Bewerber*innen.

Weniger als ein Fünftel fühlen sich sicher im Umgang mit KI
„Bevor Bewerber*innen allerdings die nahezu gesamte Bandbreite künstlicher Intelligenz nutzen können, bedarf es weiterer Tools wie ChatGPT, die eine intuitive Nutzung mit einem unmittelbaren Ergebnis verbinden. Unsere Daten zeigen, dass genau das vielen Menschen derzeit noch fehlt“, so Robindro Ullah. Gemäß der Trendence-Monitor-Ergebnisse fühlen sich aktuell nur 17,9% der berufserfahrenen Bewerber*innen sehr vertraut mit der Nutzung künstlicher Intelligenz. Immerhin 49,0% schätzen sich selbst als mäßig vertraut ein, während 27,2% zugeben, sich wenig und 5,9% gar einräumen, sich gar nicht auszukennen.

Über die Befragung
Für die hier thematisierte repräsentative Umfrage befragte das Trendence Institut bundesweit 4.061 Menschen – 2.264 Beschäftigte sowie 1.797 Studierende. Der Befragungszeitraum lag im Juni 2023.

Der aktuelle Trendence Trend Report „KI im Bewerbungsprozess“ steht interessierten Arbeitgebern hier kostenfrei zum Download zur Verfügung:
https://www.trendence.com/reports/arbeitsmarkt/chatgpt-im-bewerbungsprozess

Titelfoto: Bild von Franz26 auf Pixabay

Quelle HR-Präsenz

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